Wo im Bezirk ein Haus steht, sagt viel über seine Bauweise. Deshalb fragen wir bei jeder Anfrage zuerst nach Adresse und Baujahr.
Gründerzeithäuser zwischen Hermannplatz und Rixdorf
Im Norden des Bezirks rechnen wir in Häusern von vor 1919 in der Regel mit Holzbalkendecken, Dielenböden und hohen Räumen. Für eine neue Wand oder einen Trockenestrich klären wir deshalb, wie die Balken laufen und wie viel Last die Decke zusätzlich aufnehmen kann. Bei Zweifeln rechnet ein Statiker nach, bevor wir mit dem Ständerwerk beginnen, also mit dem Metallgerüst, auf das die Gipsplatten kommen.
Mehr zu schiefen Wänden, hohen Decken und Dielen steht im Ratgeber Trockenbau im Altbau. Gegen Lärm aus der Nachbarwohnung setzen wir eine Vorsatzschale mit Dämmung vor die bestehende Wand und trennen sie an Boden und Decke vom alten Bauteil.
Nachkriegsbauten und die Hochhäuser der Gropiusstadt
Aus den Jahren 1949 bis 1978 stammt der größte Anteil der Neuköllner Wohnungen, darunter die Großsiedlung Gropiusstadt im Süden. Bei diesen Häusern prüfen wir vorab, woraus Wände und Decken bestehen, weil davon Dübel, Abhänger und Anschlüsse abhängen. In den Hochhäusern stimmen wir Aufzug und Anlieferung mit der Hausverwaltung ab und bestellen Platten in Längen, die in die Kabine passen.
Hufeisensiedlung und Krugpfuhlsiedlung in Britz
Die Hufeisensiedlung in Britz wurde von 1925 bis 1930 nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner gebaut und hat 1.964 Wohnungen, davon 679 Einfamilienhäuser (Landesdenkmalamt Berlin, Stand Juli 2024). Sie gehört zu den Siedlungen der Berliner Moderne auf der Welterbeliste. Änderungen sprechen wir hier vorher mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ab, die dienstags von 10 bis 13 Uhr eine Sprechzeit anbietet. Gleich daneben liegt die Krugpfuhlsiedlung, ein städtebauliches Erhaltungsgebiet mit 15,6 ha.